game-Xchange
Ein Leitfaden, um in der Anfangsphase des Spiels eine Hilfestellung
zu geben
Autor:fissh_e
Übersetzer: SireManifesticus
Der Zweck dieses Leitfadens ist, neuen Spielern zu helfen, ihre Wirtschaft
in den ersten Minuten eines Empire Earth-Spiels effektiver und produktiver
zu gestalten. Die ersten Minuten sind in jedem Spiel entscheidend und eine
richtige Anfangsphase kann das Ergebnis des gesamten Spiels bestimmen.
Dieser Leitfaden beschäftigt sich im Besonderem mit der Gegenüberstellung
von Insel- und Kontinentalkarten, von Deathmatch und Turnier – Niedrig
bzw. Turnier - Defensiv und gibt allgemeine Tipps, was eine effiziente
Anfangsphase für fast alle Einstellungen auszeichnet. Anmerkung: Die
Ressourcen Eisen und Gold sind beide gleich reichhaltig auf der Karte vorhanden.
Du benötigst einen Teil von einer dieser Ressourcen, um eine Armee
aufzustellen (gewöhnlich aber nicht von beiden). In diesem Leitfaden
werden deshalb beide Ressourcen zusammen als Eisen/Gold abgehandelt.
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Die Anfangsphase – das allgemeine Konzept |
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Der Schlüssel für eine erfolgreiche Anfangsphase ist Schnelligkeit
und Effizienz. Das Thema Schnelligkeit ist ziemlich simpel: Klicke schneller,
lerne die Hotkeys auswendig und benutze sie, und sitze niemals einfach
da und schaue zu. Wenn du schnell bist, gehst du sicher, dass kein Bürger
arbeitslos ist, die richtige Ressource abbaut und du bist besser in der
Lage, deine Umgebung zu beurteilen und wie du darauf reagieren solltest.
Effizienz ist ein weitaus komplexeres Thema und besteht aus mehreren
Einzelteilen, auf die ich im Detail eingehen möchte.
Die richtige Ressource sammeln. In der Anfangsphase des Spiels ist
es von besonderer Wichtigkeit zu wissen, welche Menge welcher Ressourcen
du zu welchem Zeitpunkt brauchen wirst. Dies verlangt nach einer gewissen
Kenntnis des Spiels und nach Erfahrung damit. Hier ein kurzer Überblick
über die Ressourcenverteilung über die Zeit unter Annahme folgender
Einstellungen (die übrigens ziemlich gebräuchlich sind)
Turnier – Niedrig oder Turmier – Defensiv, Spiel-Variante Turnier und
Kontinental-Karte
1. Schicke die fünf Startbürger und den sechsten Bürger
zum Sammeln von Nahrung (oder auf die Jagd, falls dies geschickter ist)
2. Schicke Bürger 7-12 zu einem nahen Wald. Grundsätzlich
schickst du alle neu erschaffenen Bürger zum Holzfällen, bis
du genug Holz hast, um das Militärgebäude deiner Wahl zu bauen
(nachdem du eine Siedlung gebaut hast).
3a. Solltest du vorhaben, Bogenschützen zu erschaffen: Wähle
einige deiner Holzfäller und schicke sie zum Gold abbauen. Behalte
ein paar zurück, um das Holz zu sammeln, das deine Bogenschützen
benötigen. Baue mit einem Bürger eine Bogenschießstand.
3b. Solltest du nicht vorhaben, Bogenschützen oder Einheiten,
die Holz benötigen, zu erschaffen: Wähle ALLE deine Holzfäller
und verteile sie auf das Jagen und Eisen/Gold abbauen. Wähle einen
der Holzfäller, baue ein Militärgebäude (gewöhnlich
einen Stall oder eine Kaserne) und schicke diesen Bürger dann entweder
auf die Jagd oder zum Eisen/Gold abbauen.
4a. Solltest du vorhaben, Bogenschützen zu erschaffen: Jeder neue
Bürger sollte genutzt werden, um das Verhältnis von Holz, Gold
und Nahrung im Gleichgewicht zu halten. Wenn du das benötigte Holz
und Gold zusammenhast, um die Erschaffung von Bogenschützen aufrechtzuerhalten,
schicke neue Bürger zum Sammeln von Nahrung (Jagd). Solltest du knapp
mit entweder Gold oder Holz sein, schicke neue Bürger zum Sammeln
einer dieser Ressourcen. Entferne einige Bürger, wenn du anfängst,
einen Überschuss an Holz oder Gold zu produzieren. Wenn du knapp mit
Nahrung bist, musst du die Militärproduktion zu Gunsten der Erschaffung
von neuen Bürgern opfern.
4b. Solltest du nicht vorhaben, Bogenschützen oder Einheiten,
die Holz benötigen, zu erschaffen: Jeder neue Bürger sollte genutzt
werden, um das Verhältnis von Eisen/Gold und Nahrung im Gleichgewicht
zu halten. Grundsätzlich hältst du Gleichgewicht zwischen zwei
Ressourcen, und dies sollte einfacher sein, als Punkt 4a. Du solltest hierbei
auf jeden Fall zu Nahrung tendieren.
5. Wenn dir die Tiere zum Jagen ausgehen, schicke neue Bürger
und bereits bestehende Jäger zum Holzfällen. Kümmere dich
nicht darum, dass du zu diesem Zeitpunkt Holz nur so anhäufst, da
du alles für Silos ausgeben wirst, wenn du alle Tiere ausgebeutet
hast.
Du hast jetzt einen typischen, effizienten Aufbauvorgang gesehen. Beachte,
dass ich nicht zu sehr ins Detail gehe, da DEINE Umstände dich dazu
zwingen, dich sofort anzupassen. Es ist sehr wichtig, schon vorher zu wissen,
was du tun wirst. Auch äußerst wichtig ist es, EINE ARMEE AUFZUSTELLEN,
SOBALD DU ES DIR LEISTEN KANNST. Gewöhnlich bedeutet das, dass du
eine Militäreinheit nach 7-8 Minuten Spielzeit in der Einstellung
Tournier – Niedrig bzw. Defensiv BESITZEN solltest. An was du dabei denken
solltest ist, dass die höchste Priorität darin besteht, Bürger
zu erschaffen. Die zweite Priorität besteht darin, Militäreinheiten
zu erschaffen. Das bedarf natürlich einer effizienten Ressourcenverteilung.
Eine stetige Produktion von Bürgern aufrechterhalten. Wie ich bereits
bemerkt habe, ist deine höchste Priorität, eine stetige Produktion
von Bürgern aufrechtzuerhalten. Bürger sind diejenigen Einheiten,
die Ressourcen sammeln, Gebäude bauen und deine Wirtschaft am Laufen
halten. Ohne sie bist du tot. Wenn du nicht genug hast, wirst du sterben.
Wenn du aufhörst, Bürger zu erschaffen, erhält dein Gegner
einen Vorteil.
Achte auf deine Nahrungsversorgung, um in der Lage zu sein, weiterhin
Bürger zu erschaffen. Weise mehr Bürger an, Nahrung zu sammeln,
als nötig ist, und befiehl deinen Sammlern, gesammelte Nahrung sofort
abzulegen, wenn dir nur noch ein kleiner Teil Ressourcen fehlt, um einen
neuen Bürger zu erschaffen. Nach einigen Minuten ist es natürlich
nicht mehr ausreichend, einen stetigen Fluss nur in deinem ursprünglichen
Kapitol aufrechtzuerhalten. Deswegen musst du deine Siedlungen bevölkern,
sie in Stadtzentren umwandeln und weiterhin Bürger erschaffen, sowohl
in deinem ursprünglichen Kapitol, als auch in den neu erstellten.
Wann soll ich Siedlungen bevölkern? Es ist nicht leicht, auf diese
Frage zu antworten, aber es gibt einige Richtlinien und Punkte, die du
dir merken solltest. Sie gründen alle darauf, dass einmal bevölkerte
Bürger nichts mehr tun, sie sitzen nun einfach im Stadtzentrum und
du bekommst sie nicht mehr zurück. Sie sammeln keinerlei Ressourcen
mehr, bevölkere also nicht nach Lust und Laune, außer es hilft
dir dabei, die Produktion von Bürgern zu erhöhen (wenigstens
in der Anfangsphase des Spiels).
- Bevölkere nicht, falls du eine stetige Produktion von Bürgern
in den neuen Stadtzentren, anderen Stadtzentren oder Kapitolen nicht aufrechterhalten
kannst. Das wäre Verschwendung wertvoller Bürger.
- Bevölkere nicht weniger als 5 Bürger, aber auch nicht mehr
als 5 Bürger. 5 Bürger werden für Stadtzentren benötigt,
in der Anfangsphase musst du dieses nicht zu einem Kapitol aufwerten. Das
Bevölkern von weniger als 5 Bürgern bedeutet auch, dass du deren
Arbeitskraft verlierst, da sie nichts mehr sammeln.
- Bevölkere Siedlungen nahe eines Eisen/Goldvorkommens, nicht
die, die sich nur neben einem Wald oder einem Nahrungsvorkommen befinden.
Der Grund dafür ist, dass Nahrungsvorkommen mit der Zeit abgeerntet
werden und Wälder nicht so selten sind wie Eisen/Goldvorkommen. Du
musst auf lange Sicht planen, und Siedlungen in der Nähe von Eisen/Gold
zu bevölkern, ist vorteilhaft.
Zurückzulegende Entfernungen für Bürger verringern.
Wenn deine Bürger Ressourcen sammeln, gibt es immer eine gewisse Entfernung,
die sie zur Lagerstätte und zurück bewältigen müssen.
Während sie dorthin und wieder zurück laufen, tragen sie natürlich
nichts zu deiner Wirtschaft bei und deswegen solltest du die zurückzulegende
Entfernung so weit wie möglich verringern. Obwohl dies nicht wirklich
entscheidend ist, macht es zu einem gewissen Grad einen Unterschied. Es
gibt zwei Möglichkeiten, auf die sich dieser Leitfaden konzentriert,
um die zurückzulegende Entfernung zu verringern: Das Platzieren von
Siedlungen und das Anlocken von Tieren.
Wenn du Siedlungen baust, solltest du sie nicht weiter als zwei Kacheln
von einer Eisen/Goldmine bauen, da dies dir einen Sammelraten-Bonus verschafft.
Es ist wichtig, Siedlungen sowohl nahe der größten Auswahl an
Ressourcen zu bauen, als auch neue Siedlungen zu errichten, um die zurückzulegende
Entfernung zu reduzieren.
Tiere anzulocken ist nichts besonderes, aber es hilft deiner Wirtschaft,
in den ersten paar Minuten auf die Beine zu kommen. Folgende Tierarten
greifen dich an und können deshalb angelockt werden: Nilpferde, Walrösser
und Elefanten. Grundsätzlich schickst du einen oder zwei Bürger
los, um das Tier anzugreifen, dann ziehst du dich zur nächsten Siedlung
zurück, das Tier folgt dir. Darauf benutzt du mehrere Bürger,
um es zu töten. Auf diese Weise musst du nicht so viel Zeit aufwenden,
um zum Tier und zurück zu gelangen, da es sich bereits in der Nähe
einer deiner Siedlungen befindet.
Das richtige Gleichgewicht zwischen Wirtschaft und Militär finden.
Dies ist wirklich ein kniffliges Thema und es gelingt dir nur, wenn du
genug Erfahrung besitzt. Jedoch gibt es einige Dinge, die du dir merken
solltest. Empire Earth ist ein schnelles Spiel, du kannst dich nicht einfach
zurücklehnen und dich nur um deine Wirtschaft kümmern. Du benötigst
eine richtige Armee, um deine Basis zu verteidigen. Deshalb musst du sobald
wie möglich ein Militärgebäude errichten (gewöhnlich
nachdem du deine erste Siedlung gebaut hast) und dann versuchen, eine stetige
Produktion von Militäreinheiten aufrechtzuerhalten. Das darf natürlich
nicht die Erschaffung neuer Bürger verzögern, welches höchste
Priorität hat. Deshalb solltest du nur Ressourcen abbauen, die du
für Bürger und einen einzigen Truppentyp benötigst – wenigstens
bis nach ca. 12-15 Minuten Spielzeit. Der Schlüssel zu Empire Earth
ist, das Gleichgewicht zu halten – ich kann das nicht oft genug betonen.
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